Gelenkköpfe für Rennwagen lassen sich in zwei grundlegende Klassen unterteilen. Die ersten sind die kommerziellen bzw. wirtschaftlichen Gelenkköpfe. Obwohl es viele Ausführungen von wirtschaftlichen Gelenkköpfen gibt, ist die vollständig verpresste zweiteilige Bauart die einzige, die im Rennsport eingesetzt werden sollte. Bei diesen Gelenkköpfen wird das Gehäuse um die Kugel geformt bzw. verpresst, sodass die Laufbahn, auf der die Kugel läuft, tatsächlich Teil des Gehäuses ist. Dies ist der einzige wirtschaftliche Gelenkkopf mit guter Radial- bzw. Zugfestigkeit sowie guter axialer Festigkeit.
Der zweite Typ sind dreiteilige Präzisions-Gelenkköpfe. Bei diesen Gelenkköpfen wird eine Laufbahn um die Kugel herum gefertigt, die anschließend in ein Gehäuse eingesetzt wird. Der Vorteil dieser Konstruktion ist, dass die Kugel enger in der Laufbahn sitzt und die Präzision höher ist. Diese Bauart von Gelenkköpfen ist auch als „Flugzeugstil“ bekannt. Der dreiteilige Aufbau erlaubt den Einsatz unterschiedlicher Werkstoffe in der Struktur des Bauteils, um es optimal auf seine Anwendung abzustimmen. Laufbahnen können aus unlegiertem Baustahl, Legierungsstahl oder Edelstahl gefertigt werden (Messing oder Aluminiumbronze wird manchmal verwendet, sollte jedoch wegen der geringen Festigkeit vermieden werden), während Gehäuse aus Baustahl, Legierungsstahl, Edelstahl, Aluminium oder sogar Titan bestehen.



